In dieser Studie geht es um den Schutz unserer natürlichen Diversität. Das Raumbedürfnis der Menschen steigt mit seiner Anzahl. In Europa gibt es kaum noch ursprünglich „wilde“ Gebiete. Ein Versuch die letzten Refugien zu schützen ist die Errichtung von Nationalparks die per Gesetz sämtliche Eingriffe in diese Gebiete verbieten. Hier haben wir 114 Nationalparks aus 25 Ländern in Europa und Afrika untersucht auf ihre Wirksamkeit diesem Anspruch gerecht zu werden. Wir fanden, dass es durchaus eine Schutzwirkung gibt, aber fanden im Vergleich mit dem Zustand von vor 10 Jahre keine Verbesserung über diesen Zustand hinaus. Das ist sehr alarmierend. Ein Nationalpark ist in seiner Wirkung eben keine Arche, sondern viel mehr wird deutlich, dass es auch hier wieder um ein Netz miteinander verbundenen Arealen geht. Sind diese Verbindungen gestört kann der einzelne Park noch so gut wirtschaften, es wird über kurz oder lang leider nicht reichen.


https://www.nature.com/articles/s41893-022-00932-6